Die Zunge, Meister der Sprache und des Schmeckens
von Eva Laspas
Schön ist sie nicht, aber ungemein vielfältig.
Eigentlich nur ein kräftiger Muskel, mit zahlreichen
Nerven und Blutgefäßen ausgestatten und zudem noch ziemlich nass.
Zum Sprechen und Küssen besonders gut geeignet, doch Zeigen unerwünscht.
Obwohl wir ohne sie schwer zurechtkämen, fristet sie doch ein stiefmütterliches Leben. Gemeint ist unsere Zunge.
Sie ermöglicht uns das Ertasten der Nahrung, das Kauen, Saugen, Schlucken, Küssen und Sprechen. Und mit ihren Geschmacksknospen können wir schmecken: süß, sauer, salzig, bitter - und umami (japanisch: fleischig, herzhaft, Köstlichkeit). Die Zunge leitet auch den Verdauungsvorgang ein: transportiert die Nahrung im Mund, sodass diese gut durchgekaut und eingespeichelt werden kann, schiebt dann den Speisebrei in den Rachen und leitet den Schluckreflex ein.
Zeig mir deine Zunge und ich sage dir, wer du bist...
Die Zunge dient in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) als besonders gutes Mittel zur Diagnostik der inneren Körperzustände. Allein durch das Betrachten des Zungenkörpers erschließt sich erfahrenen TCM-ÄrztInnen oder TCM-ErnährungsberaterInnen Ihr gesamtes Körpergeschehen . Man könnte sagen, auf der Zunge spiegelt sich das Innerste des Körpers – „Zeig mir deine Zunge und ich sage dir, wer du bist...“.
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Weitere Stichworte aus diesem Artikel:
- Zungendiagnose nach den Richtlinien der TCM
- Zungenbrennen
- Aus Sicht der TCM
- Erste Hilfe aus der TCM-Ernährung
- Weizenwasser
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